Wer fürchtet sich vor……
in den letzten Tagen wurde ich öfters darauf angesprochen, dass in Schwaz zwei weitere Geschäfte mit türkischen Eigentümern eröffnen und wie so die Stadt so etwas zulässt. Konkret handelt es sich dabei um eine Konditorei und ein Schmuckgeschäft.
Abgesehen davon, dass wir hier, sofern alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, gar nicht einschreiten könnten, möchte ich festhalten:
1.) Der Betrieb eines Unternehmens darf niemals auf Grund von Nationalität oder Herkunft erlaubt werden.
2.) Ein freier Markt muss es dem Eigentümer ermöglichen den Mieter selbst zu wählen. (Anm.: in beiden Fällen sind die Vermieter Österreicher)
3.) Keine Scheu vor Wettbewerb. Leider beobachte ich, dass immer weniger Österreich bereit sind die Anstrengungen eines eigenen Geschäftes auf sich zu nehmen.
4.) Vielfalt: Ich schätze die Vielfalt und bin überzeugt, dass, sofern die beiden Geschäfte ordentlich geführt werden, sie durchaus unsere Stadt bereichern.




Ich weiß nicht, was “die Leut’” haben: Einerseits wird auf die losgegangen, die hier sind, aber nicht arbeiten dürfen; in der Öffentlichkeit kommen dieselben als “Schmarotzer” an – und dieses Stigma klebt hartnäckiger als Pech.
Andererseits werden auch jene Leut’ offenbar schräg angeschaut, die das Risiko eines eigenen Unternehmens eingehen (wollen), die also letztendlich Arbeitsplätze schaffen – zumindest mal einen für sich selbst, also alles andere als schmarotzen. Letztendlich führt dies ja auch zu bezahlten Steuern.
Wahrscheinlich ist beides Ausdruck von Neid: Bei der ersten Gruppe wohl deshalb, weil man vielleicht selber gar nicht so gerne arbeitet (im gerade aktuellen Job) und jene beneidet, die nicht arbeiten – egal ob sie könnten oder nicht; es geht um die freie Zeit – und trotzdem halbwegs über die Runden kommen über staatliche Hilfe.
Bei der zweiten Gruppe könnte der Neidanlaß der sein, daß man selber den Mut nicht hat für eine eigene Unternehmung – und daher lieber auf andere schimpft, als sich selber zusammenzureißen und es selber zu versuchen.
Vielleicht ist das zu einfach gedacht, vielleicht sind wirklich nur Aversionen auf anderes Aussehen etc. im Spiel. Aber – ehrlich gesagt – ist mir da der Neid als Grund noch lieber als das.