Gedanken zum Schwazer Adventmarkt
Allen Unkenrufen zum Trotz erfreut sich der Schwazer Adventmarkt bei den Einheimischen großer Beliebtheit. Warum eine stärkere Ausrichtung auf Gäste und Handwerk nur bedingt möglich ist und wie ich mir den perfekten vorweihnachtlichen Markt vorstelle anbei kurz skizziert:
- Der derzeitige Standort am Pfundplatz lässt keine räumliche Erweiterung zu. Zusätzliche Stände müssten in der Franz Josef Straße oder im Gelände der Familie Marchiodi errichtet werden. Ersteres stößt auf wenig Gegenliebe der Kaufmannschaft, werden doch die Auslagen verstellt und der Feuerwehr, auf Grund beschränkter Zufahrtsmöglichkeiten.
- Zu geringe Öffnungszeiten. Der Betrieb der Stände erfolgt, mit Ausnahme weniger Gastronomen, durch Vereine. Deren Mitglieder sind meist berufstätig und erst ab ca. 17:00 verfügbar. Dem Wunsch des TVB nach Nachmittagsöffnungszeiten (Gäste haben oft fixe Abendessenszeiten) kann somit nicht nachgekommen werden. Die Einnahmen der Vereine stehen dem positiv gegenüber. Für die Anstellung von bezahlten Personal (Studenten, Pensionisten) reichen die Umsätze nicht aus.
- Kaum Handwerk. Ohne Touristen ist die Nachfrage nach handwerklichen Erzeugnissen gering. Einheimische sind meist mit Waren eingedeckt oder sind verpflichtet bei diversen anderen Anlässen (Lebenshilfe, Klosterbasar, usw…) ein zu kaufen. Eine Teilnahme ist selbst bei kostenloser Überlassung der Hütten für Verkäufer nicht gewinnbringend.
Ein Kreislauf, den man nur durch eine gänzliche Neuausrichtung durchbrechen kann. Meine Vision eines Adventmarktes bestünde in der Nutzung des Stadt- bzw. Friedhofparks.
- Das Ambiente ist absolut stimmig: der Park, die Arkaden, Blick auf Freundsberg und Kellerjoch,…
- Die Eingänge sind kontrollierbar
- Beleuchtung der Wege, Arkaden, Glockenturm
- Absolut unplugged (heimische Musik, keine Verstärker, Turmbläser,…)
- Geführt durch prof. Standbetreiber
- Getränke nur im untergeordneten Ausmaß
- Verkauf heimischer, nachhaltiger Produkte
- Vorverkauf an Gruppen
- ……
Lasst Euch das mal durch den Kopf gehen und denkt nicht gleich an die 100 „Aber das geht nicht weil,…..“ Glaubt ihr, dass man auf einem ehemaligen Friedhof dieses Vorhaben realisieren kann? Ich freue mich auf Eure Anregungen.






Sehr geehrter Herr Wex!
Die meisten Punkte betreffend, finde ich den Schwazer Weihnachtsmarkt auch am momentanen Standort nahezu ideal. Das Ambiente des Pfundplatzes weiß nicht zuletzt durch den Blick auf Schloss Freundsberg, eingerahmt durch die geschmückten Bäume und beleuchteten Häuser, zu gefallen.
Was ich allerdings schon sehr befremdlich finde, ist die Auswahl des musikalischen Rahmenprogrammes. Für den 23. Dezember einen “DJ Rock” einzuplanen, der in nahezu unerträglicher Lautstärke Unweihnachtliches (Textauszug: “rape me”, etc.) gemischt mit den üblichen Weihnachtsklassikern spielt, macht die Einstimmung auf das kommende Fest nur sehr schwer möglich und würde die in Ihrem Beitrag erwähnten Touristen wohl eher in die Flucht schlagen.
Die Idee den Markt in den Stadtpark zu verlegen, klingt im ersten Moment durchaus reizvoll, allerdings sehe ich hier gegenüber dem Pfundplatz nicht nur Vorteile (rutschige, matschige Wiese, Widerstand durch die Kirche, etc.) Im übrigen denke ich, dass Stände jenseits des üblichen Angebots durchaus auch in Schwaz, vor allem bei der Schwazer Bevölkerung, Erfolg haben können – siehe Beispiel Brixlegg mit vielen Anbietern von regionalen Produkten wie Käse, Wurst, Brot und so weiter. Es müssen ja nicht immer nur Krippenfiguren oder Strohsterne sein.
Mit freundlichen Grüße,
Christian Reiter
Ein anderer Standort für den Weihnachtsmarkt wäre nicht schlecht.Der DJ Rock war Super!
Gutes Programm!