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 Bekenntnis zum Wissenschaftsstandort Österreich müssen Taten folgen

Die österreichischen Fachhochschulen werden vom Bund durch einen studienplatzbezogenen Fixbetrag, der 1993 festgelegt wurde, finanziert. Seither wurde dieser nur einmal angepasst. Das bringt die heimischen Fachhochschulen zunehmend in finanzielle Bedrängnis.

VP-Wissenschaftssprecher Martin Wex nimmt deshalb den Bund in der Pflicht: „Die Inflation frisst ein immer größeres Loch in die Budgets unserer Fachhochschulen. Während seit 1993 die Verbraucherpreise um 47,5% gestiegen sind, wurde die FH-Finanzierung bis dato nur um 13,7% angepasst.“ Laut Wex stehen die FH´s deshalb mittlerweile mit dem Rücken zur Wand: „Lange Zeit konnten die Fachhochschulen die fehlende Inflationsabgeltung durch steigende Studierendenzahlen ausgleichen. Durch die immer weiter aufgehende Schere ist nun aber das Ende der Fahnenstange erreicht.“

Die Problematik ist seit längerem bekannt. So hat eine internationale Expertengruppe im Auftrag des Wissenschaftsministeriums 2011 den Ausbau und die bessere Finanzierung der Fachhochschulen empfohlen – passiert ist seitdem nichts. Für Wex hat diese Vorgehensweise mittlerweile System: „Der Bund versucht sich in vielen Bereichen zunehmend aus der finanziellen Verantwortung zu stehlen und die Belastungen auf die Länder und die Gemeinden abzuwälzen. Auf Dauer können sich die Bundesländer diese Entwicklung nicht gefallen lassen.“

In einem Antrag, der kürzlich einstimmig im Finanzausschuss des Landes beschlossen wurde, fordert LA Martin Wex deshalb den Bund auf, dem stets gebetsmühlenartig vorgetragenen Bekenntnis zum Wissenschaftsstandort Österreich endlich Taten folgen zu lassen und die ausreichende Finanzierung der Fachhochschulen sicher zu stellen.

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